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Heute zeige ich Ihnen, wie Sie ein handelsübliches Case Modding-Set mit Kaltlicht-Kathodenröhren, wie sie für ein paar Euro zum Einbau in Computer angeboten werden, in einen steampunkigen Leuchtkörper verwandeln können.

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Mit nur wenig Material, Geld und Zeit läßt sich dieses kleine Spielzeug optisch aufwerten und das grelle Rot erstrahlt bald in einem warmen Orange.

Auf unten stehendem Foto ist ein solches Set abgebildet, das für wenige Euro bei jedem Computer-Discounter erhältlich ist. Die Versorgung erfolgt üblicherweise über einen an die Stromversorgung eines Rechners angepasste Steckerleiste, die ich hier bereits entfernt habe. Die Schaltung läuft mit 12 Volt, bei einer Kaltlichtröhre beträgt die Stromaufnahme 270 mA, bei zwei Röhren erhöht sie sich auf fast 400 mA:

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Dazu müssen wir zuerst die Röhre aus seinem Plastikgehäuse befreien. Wir spannen die viereckigen Enden vorsichtig am Rand in einen Schraubstock und drehen mit viel Gefühl die Backen zusammen. Hierbei ist natürlich äußerste Sorgfalt geboten, denn auch die runde Plastikröhre wird weiter verwendet.

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Das Objekt muss mehrmals gedreht werden, damit das Plastik an mehreren Stelle angegriffen wird. Nach einer Reihe “unschöner” Geräusche platzt das Gebilde schliesslich und das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

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Nun befreien wir die Leuchtröhre. Auch hierbei ist Vorsicht geboten, weil zum Einen natürlich der Glaskörper empfindlich ist und zum Anderen ein hauchfeiner Draht längs am Glaskörper entlang zu dem dem Anschluss abgewandten Ende läuft, der nicht beschädigt werden darf. Klebereste an der Plastikröhre werden mit einem Cutter abgekratzt. (Eventuell dabei entstehende Kratzer verschwinden später in der Aufnahme der Muffe!)

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Der äußere Durchmesser des Plastikrohres beträgt 12mm, ebenso wie die bekannten kupfernen Winkelmuffen, wie sie in jedem gut sortierten Baumarkt erhältlich sind. Weiterhin habe ich mir aus einem Bastelgeschäft braunes Tonzeichenpapier gekauft. Dieses ist leicht transparent und gibt dem Licht durch seine strukturierte Oberfläche einen eigenen Touch. Das Tonzeichenpapier wird auf die Länge des Plastikrohres geschnitten und mit der Handinnenfläche über eine harte Tischkante geschoben, damit es sich einrollt.

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Eine kleine Hürde gibt es noch zu nehmen: Der Stecker passt nicht durch die Winkelmuffe. Es müssen die überstehenden Platikstege an der schmalen Seite des Steckers mit einem Cutter oder einem Seitenschneider ohne Wanten abgeschnitten werden.

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Nun ist auch das erledigt und wir beginnen mit dem Zusammenbau. Dazu ziehen wir die Leuchtröhre am Kabel vorsichtig bis zur Muffe:

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Dann wird der Schrumpfschlauch an der Anschlussseite vorsichtig gebogen, damit er in der Biegung der Muffe Platz findet. Auch hier ist äußerste Vorsicht geboten, damit die Röhre nicht beschädigt wird:

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Als nächstes wird das Plastikrohr über die Leuchtröhre gestülpt und in die Muffe eingeschoben:

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Danach schieben wir das aufgerollte Tonzeichenpapier zwischen Leuchtröhre und Plastikgehäuse. Es darf nicht zu fest eingerollt werden, damit es sich von innen an das Plastikrohr drückt. Weiterhin sollte das Papier aus Gründen einer homogenen Ansicht so eingesetzt werden, dass die Überlappung auf der vom Betrachter abgewandten Seite liegt. Zur besseren Positionierung kann das Papier auch vor der Leuchtröhre eingeschoben werden. Zum Schluss wird die zweite Muffe angebracht:

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Unsere kleine Bastelei ist fertig. Für eine weniger helle Lichtabstrahlung kann das Tonpapier breiter abgeschnitten werden, so dass mehrere Wicklungen um die Leuchtröhre zu liegen kommen und sie entsprechend abdunkeln.

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Bitte beachten Sie, dass die Röhre mit einer Hochspannung (um die 700 Volt!) versorgt wird, die für Menschen nicht ungefährlich ist. Es muss demnach sichergestellt werden, dass an keiner Stelle die Isolierungen beschädigt werden. Weiterhin darf durch die Verwendung von Plastik an den Kupferstücken natürlich nicht gelötet werden. Die Konstruktion wird bei längerem Betrieb warm (gefühlt 40 – 45 Grad). Hier muss bei Fixierung mit Klebstoff auf Hitzebeständigkeit geachtet werden. (Da die Röhre im Betrieb Wärme abgibt, erscheint der Begriff “Kaltlicht” irreführend. Tatsächlich bezieht sich die Begriff darauf, dass die Röhre “kalt”, also ohne Vorheizung gezündet werden kann.)

Die Leuchtröhren wie auch Tonzeichenpapiere werden auch in anderen Farben angeboten. Somit kann der Leuchtkörper individuell an das Design Ihrer Erfindung angepasst werden.

Ihr ergebener
Atrus Ijon Foster